Transition
Hinweis: Diese Seite ist noch sehr unvollständig und befindet sich gerade erst im Aufbau. Es werden allerdings bereits einige wichtige Themen angeschnitten und im Text weiter unten sind Dokumente zu den aktuellen Behandlungsempfehlungen verlinkt.
Grundsätzlich bezeichnet der Begriff Transition im Zusammenhang mit trans Personen den Prozess des Übergangs vom zugewiesenen Geschlecht bei der Geburt hin zur eigentlichen eigenen Geschlechtsidentität.
Dieser Prozess lässt sich grob in zwei Kategorien unterteilen - der sozialen Transition und der medizinischen Transition. Während manche trans Personen kaum Veränderungen an ihrem bisherigen Lebensstil vornehmen und damit zufrieden sind, nehmen wiederum andere große Mühen und Kosten in Kauf um ihr Äußeres möglichst an ihr gelebtes Geschlecht anzupassen. An dieser Stelle ist wichtig zu betonen, dass es in dieser Hinsicht kein Richtig oder Falsch gibt. Jeder Mensch muss frei selbst für sich entscheiden was die eigene Transition beinhalten soll oder muss um auch die Chance auf ein erfülltes Leben zu haben!
Bedauerlicherweise gibt es nach wie vor genug Ärzteinnen, Psychologeninnen/Psychotherapeuteninnen etc. die eine sehr stereotype Vorstellung von Geschlechterrollen haben und daher dazu tendieren transidenten Menschen in enge Rollenbilder zu drängen die für die Betroffenen oft als einengend und unauthentisch empfunden werden. Auch innerhalb der Transcommunity gibt es einen kleinen aber lauten Teil, der Menschen ihr trans-sein abspricht wenn sie sich nicht ausreichend in ihre Geschlechterrolle einfügen wollen (zB indem jemand die Hormonersatztherapie ablehnt). Diese reaktionäre Geisteshaltung ist unter dem Begriff trans medicalism bekannt. Diesen Tendenzen gilt es gemeinsam entgegenzuwirken, allerdings zeigt es auch wie wichtig es ist besonders zu Beginn der eigenen Transition die richtigen Fachpersonen aufzusuchen um sich höchst unerfreuliche Begegnungen und Erfahrungen zu ersparen!
Bedauerlicherweise können wir aus rechtlichen Gründen keine medizinischen Kontakte hier auf der Seite direkt verlinken, aber wir leiten die Kontaktdaten sehr gerne per E-mail weiter! Wenn du weitere Fragen zum Transitionsprozess hast und/oder auf der Suche nach medizinischen Kontakten bist, komm einfach zu unseren Treffen oder schreib ein E-Mail an #.
Die soziale Transition
Die soziale Transition bezieht sich rein darauf, wie die eigene Geschlechtsidentität gelebt wird. Dazu zählen vor allem die Personenstandsänderung, also die offizielle Änderung des eingetragenen Geschlechts sowie die dementsprechende Änderung des Vornamens, sowie Veränderungen im Geschlechtsausdruck (engl. gender expression, zB im Falle von trans Frauen das Tragen von Make-up und Kleidern, etc.). Ein weiterer Aspekt ist auch die Verwendung von Pronomen. Bei binär transidenten Personen (also eben trans Personen die sich schlicht nur als Frau oder als Mann identifizieren) ist die Angelegenheit klar, während bei nicht-binären Personen die Wahl der richtigen Pronomen etwas komplizierter ausfallen kann. Während sich im Englischen bei vielen das singular they (they/them) etabliert hat, gibt es im Deutschen keine echtes Äquivalent dazu. Die meisten verwenden daher er/ihn, sie/ihr oder beides gleichzeitig, während manche mittlerweile auch zu übergehen Neopronomen zu verwenden.
Die medizinische Transition
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Der Transitionsprozess in Österreich
Auf der Grafik in dem PDF ist gut dargestellt wie der Prozess in Österreich für transidente Menschen grundsätzlich aussieht: Empfehlungen für den Behandlungsprozess bei Geschlechtsdysphorie bzw. Transsexualismus (Schematische Darstellung) (PDF)
Allerdings ist der erste Teil für die Personenstandsänderung veraltet - mittlerweile reicht bereits eine der drei Diagnostiken (daher ist hier auch kein Konsensbeschluss mehr notwendig, siehe linz.at - Änderung des Geschlechtseintrages).
Am einfachsten ist es direkt zu einem Psychotherapeuten zu gehen und sich dort die Diagnostik zu holen damit man offiziell als transgender gilt. Wenn man die hat kann man sich dann einen Termin am Standesamt am Magistrat Linz ausmachen und dort sein Geschlecht und Vornamen ändern lassen. Sie erwarten dort, dass man ihnen alle Unterlagen im Vorhinein per Email zuschickt, inklusive einem ausgefüllten Antragsformular für die Namensänderung auf dem als Änderungsgrund die Transgeschlechtlichkeit angeführt ist - ansonsten würde der Spaß nämlich 500€ kosten. Das ganze geht allerdings nur wenn man auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt. Bei der Hormonersatztherapie reicht es allerdings wenn man einfach in Österreich krankenversichert ist.
Auf der Webseite des Sozialministeriums ( Transsexualismus/Geschlechtsdysphorie - Empfehlungen für den Behandlungsprozess bei Geschlechts-Dysphorie bzw. Transsexualismus ) ist auch ein PDF verlinkt das den Behandlungsprozess für transidente Minderjährige in Österreich auf 10 Seiten genauer beschreibt: Empfehlungen für den Behandlungsprozess bei Geschlechtsdysphorie von Kindern und Jugendlichen nach der Klassifikation in der derzeit gültigen DSMbzw. ICD-Fassung (PDF)
Grundsätzlich ist es in Österreich so, dass vor dem 17. Geburtstag eine Mastektomie (die bei weitem am häufigsten angestrebte OP bei Transmännern), sowie OPs wie Hysterektomie oder die geschlechtsanpassende OP (kurz GaOP, in seinem Fall ein Penisaufbau) vor dem 18. Geburtstag rechtlich ausgeschlossen sind.
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