Gruppenregeln der Trans SHG Linz
Stand: 30. Dezember 2025
Alle Mitglieder sind in erster Linie für sich selbst verantwortlich. Eine Selbsthilfegruppe besteht aus Betroffenen, die keinen Therapeuten oder Arzt ersetzen können.
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Vertraulichkeit in der Gruppe — Alles, was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe und ist vertraulich zu behandeln!
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Verantwortung für sich selbst — Üblicherweise gibt es zu Beginn des Treffens eine kleine Vorstellrunde. Jedes Mitglied übernimmt die Verantwortung für sich selbst und achtet darauf, nur so viel von sich preiszugeben, wie man möchte. Einfach nur zuhören zu wollen ist ebenfalls völlig in Ordnung.
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Gegenseitige Achtung und Respekt — Wir begegnen jedem Mitglied in der Gruppe mit Respekt und Achtung. Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit, Homophobie, Transphobie oder ähnliche diskriminierende Ansichten haben in der Gruppe nichts verloren, auch dann, wenn sie nicht direkt gegen andere Teilnehmende gerichtet sind!
Man sollte versuchen, mit seinen Themen und Aussagen möglichst bei sich selbst zu bleiben und nicht zu sehr für andere zu sprechen - auch wenn das gerade mit ADHS nicht immer leicht fallen mag. Alle Betroffenen erleben ADHS unterschiedlich stark und nicht alle haben die gleichen Einschränkungen oder Stärken. Anderen ihre eigenen Erfahrungen und Leidensgeschichten abzusprechen oder kleinzureden ist respektlos und zu unterlassen.
In jeder Gruppe kann es auch zu Unstimmigkeiten kommen. Je rascher darüber gesprochen wird, desto schneller kann ein möglicher Konflikt beigelegt werden.
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Transmedicalism unerwünscht — Transmedicalism sowie trans Personen, die diesen offen vertreten, sind in unserer Gruppe nicht willkommen.1 Wer diese Ansichten teilt, sollte sie besser für sich behalten oder den Gruppentreffen gleich ganz fernbleiben.
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Keine offizielle Diagnose notwendig — Der reine Verdacht, trans zu sein, ist ein ausreichender Grund, um die Gruppe zu besuchen. Es ist keine Voraussetzung, eine offizielle Diagnose zu haben oder bereits bei einem Psychologen oder Psychiater gewesen zu sein. Für manche hilft auch der Austausch in der Gruppe dabei, sich endlich durchzuringen, eine offizielle Diagnostik machen zu lassen, während andere durch die Auseinandersetzung mit Betroffenen zum Schluss kommen, dass sie möglicherweise doch nicht trans sind.
Angehörige, Freunde und Bekannte von Betroffenen sind ebenfalls jederzeit willkommen - sei es als Begleitung oder allein, um das Thema Transidentität besser zu verstehen.2
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Rededisziplin einhalten — Es ist in Ordnung und erwünscht, Gesagtes zu ergänzen oder Hilfe und Ratschläge anzubieten. Dabei spricht immer nur eine Person zur gleichen Zeit. Nebenkonversationen oder ständige Unterbrechungen (besonders wenn sie nicht zum aktuellen Thema passen) können das Gruppengespräch erheblich stören. Derartige Gespräche und Themen also bitte in die Pause oder auf die Zeit nach dem Treffen verschieben!
Sofern es sich nicht um eine offene Runde handelt, sollte sich eine Wortmeldung auf etwa 4-5 Minuten beschränken, da sonst besonders bei gut besuchten Treffen nicht mehr genug Redezeit für alle anderen übrig bleibt.
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Rücksichtnahme auf andere Teilnehmende — Konzentrationsprobleme bzw. Überforderung sollten in der Gruppe möglichst rasch angesprochen werden. Es ist völlig in Ordnung, jederzeit den Gruppenraum zu verlassen, um sich wieder zu beruhigen oder zu sammeln, falls sich jemand überfordert fühlt.
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Im Krankheitsfall zu Hause bleiben — Bei typischen Krankheitssymptomen wie Gliederschmerzen, starken Halsschmerzen, Fieber oder Ähnlichem ist von einem Besuch der Selbsthilfegruppe unbedingt abzusehen! Niemand will sich unnötig bei Gruppentreffen anstecken, nur um dann beruflich oder privat auszufallen. Bei uneindeutigen Fällen, wie starkem Husten oder ständigem Niesen ohne weitere Krankheitssymptome, wird darum gebeten, bei den Gruppentreffen durchgehend eine FFP2-Maske zu tragen!
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Kein Ort für Dating — Diese Gruppe ist nicht dazu da, um nach einer Beziehung oder sexuellen Erfahrungen zu suchen. Jegliche sexuellen bzw. romantischen Annäherungsversuche sind daher zu unterlassen! Das gilt sowohl für trans als auch cis Personen!
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Nüchternheit — Die Teilnahme an unseren Treffen ist nur in nüchternem Zustand gestattet, sprich nicht in betrunkenem Zustand oder unter Einfluss illegaler Drogen!3
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Geschirr wegräumen — Bitte nie Geschirr einfach in den Gruppenräumen stehen lassen oder in das Spülbecken stellen. Nach den Gruppentreffen sind alle Gläser und Geschirr aus der Küche in den Geschirrspüler einzuräumen!
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Pause — Üblicherweise machen wir nach einer Stunde, um ca. 19:00, eine etwa 10-minütige Pause. Das dient dazu, wieder einen klaren Kopf zu bekommen, Dinge etwas sacken zu lassen und die Gruppenräume durchzulüften, damit die Luftqualität nicht zu stark leidet.
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Gemeinsames Zusammensitzen im Gasthaus — Nach den meisten Treffen gehen wir noch gemeinsam etwas essen und trinken in der Hofkneipe. Unsere Gruppenregeln gelten, mit Ausnahme von Punkt 10 und sofern anwendbar, auch beim gemütlichen Zusammensitzen beim Wirten!
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Verstöße gegen die Gruppenregeln — Bei Verstoß gegen die Gruppenregeln gibt es je nach Schweregrad eine Verwarnung. Bei Nichtbeachtung behält sich die Gruppenleitung vor, Teilnehmende aus der Gruppe auszuschließen - vorübergehend oder permanent.
1 Unter dem Begriff „Transmedicalism" versteht man reaktionäre Anschauungen, die besagen, man sei nur dann wirklich trans, wenn man auch geschlechtsangleichende Maßnahmen anstrebt (Hormontherapie, OPs, etc.).
2 Da die verfügbare Zeit bei den Treffen begrenzt ist, sollten Teilnehmende, die sich klar als cis-geschlechtlich identifizieren, den anderen in der Gruppe beim Reden den Vortritt lassen. Der hauptsächliche Zweck der Gruppe ist Hilfe zur Selbsthilfe und Austausch unter trans bzw. möglicherweise trans Menschen und nicht die Aufklärung von cis Personen.
3 Damit sind ausdrücklich nicht ärztlich verordnete Medikamente wie zB Ritalin, Elvanse, Xanor, Antidepressiva oder Ähnliches gemeint, selbst wenn diese die Aufmerksamkeit oder Verkehrstüchtigkeit einschränken können.